Vor der Villa Marckhoff und gegenüber vom Kunstmuseum: Keine Ruhebänke und ein gähnend leerer Platz

Nov. 3, 2026 | Aus den Ausschüssen und Gremien

Im Zuge der Sanierung der Villa Marckhoff wurden die Ruhebänke auf dem Verbindungsweg vor der Villa zwischen Kortumstraße und Goethestraße ersatzlos entfernt. Auch bei der Neugestaltung des Fußwegs zwischen Villa Nora und dem Kreuzungsbereich Kortumstraße/Bergstraße (Elisabeth-Treskow-Platz) verschwanden die vorhandenen Sitzgelegenheiten – bis heute ohne Ersatz.

Jens Lücking: „Hier wurde seinerzeit mit erheblichem Aufwand gebaut und gestaltet, doch ausgerechnet an einer grundlegenden Voraussetzung wurde gespart: an Sitzgelegenheiten. Das ist schon ein bemerkenswerter Widerspruch. Auf der Dreieckswiese vor der Villa kann man eine sitzende Skulpturengruppe bewundern, während den Menschen die Möglichkeit genommen wurde, sich selbst einmal bequem niederzulassen. Und gegenüber, auf dem Weg zwischen Villa Nora und dem Elisabeth-Treskow-Platz, sieht es nicht besser aus.“

Lücking weiter: „Wo früher mehrere Ruhebänke zum Verweilen einluden und einst sogar drei Springbrunnen das Bild prägten, stehen heute lediglich vier Holzplatten, die auf die Umgebungsmauer angebracht wurden, zur Verfügung. Ob diese als ernst gemeintes Sitzangebot oder eher als gestalterischer Notbehelf gedacht sind, bleibt offen. Einladend ist jedenfalls etwas anderes.“

 

Sitzgelegenheiten sind kein überflüssiger Luxus und schon gar kein dekoratives Beiwerk. „Für ältere Menschen, Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und Passantinnen und Passanten, die auf ihrem Weg in die Innenstadt eine kurze Pause brauchen, sind sie schlicht notwendig. Wer öffentliche Räume großzügig gestaltet, aber selbst die einfachsten Voraussetzungen zum Verweilen weglässt, muss sich fragen lassen, für wen diese Flächen eigentlich gedacht sind.“

Doch damit nicht genug: Auch der großzügig angelegte Elisabeth-Treskow-Platz lässt bis heute keine überzeugende städtebauliche Idee erkennen. Viel freie Fläche, keine Aufenthaltsqualität und kein erkennbarer Nutzen für die Menschen. „Es stellt sich die Frage, ob wir es hier mit einem vorübergehenden Provisorium zu tun haben oder ob die Verwaltung ernsthaft plant, diesen gähnend leeren Platz dauerhaft in seiner gegenwärtig ungenutzten Form zu belassen“, sagt Jens Lücking abschließend

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