Die Ratsgruppe fordert von der Verwaltung konkrete Antworten zum Hitzeschutz und zur geplanten Sanierung des Kunstmuseums Bochum.
Im Juni 2026 musste das Museum wegen hoher Innenraumtemperaturen und Hitzewarnstufe 2 am 26. und 27. Juni schließen. Der denkmalgeschützte Erweiterungsbau verfügt über keine Klimaanlage und heizt sich aufgrund seiner offenen Architektur und großen Fensterflächen im Sommer erheblich auf. Bisher kommen unter anderem Ventilatoren und punktuelle Verdunklungen zum Einsatz.
„Weitere hitzebedingte Schließungen können kein Dauerzustand sein. Es braucht kurzfristig wirksame Maßnahmen und gleichzeitig einen klaren Plan für die langfristige Sanierung“, erklärt die Ratsgruppe. „Dabei muss auch geklärt werden, welche Temperaturen und Luftfeuchtigkeitswerte im Juni gemessen wurden, welche Auswirkungen die Hitze auf Kunstwerke, Beschäftigte und Besucherzahlen hatte und welche kurzfristigen Maßnahmen vorgesehen sind.“
Zudem fordert die Ratsgruppe in ihrer Anfrage Klarheit darüber, welche Lösungen mit dem Denkmalschutz vereinbar sind, welche Vorgaben der Unteren Denkmalbehörde bestehen und wann der angekündigte Leitfaden vorliegen soll. Auch zu Kosten, Finanzierung und Zeitplan der geplanten Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen verlangt die Ratsgruppe konkrete Angaben.
„Wirksamer Hitzeschutz und Denkmalschutz müssen zusammengebracht werden. Dafür braucht es jetzt einen verbindlichen Fahrplan statt weiterer Verzögerungen“, so die Ratsgruppe.
